![]() |
|
|
::
leuchten in der finsternis
Mut
tut gut!
Auswertungsveranstaltungen
. Beispiel Berufsvorbereitung (BVJ) Ich konnte :: leuchten in der finsternis in einer BVJ-Klasse der Berufsschule für Einzelhandel vorführen und moderieren. Herr Hofer (Oberstudienrat) stellte mir hierfür zwei Unterrichtseinheiten zur Verfügung: Auszug
aus der Konzeption für BVJ Einheit
II ca. 10:00 Uhr bis 12:30 Uhr :: Schwerpunkt
Beruf Moderation
yola Einige Schüler der Klasse wurden im Laufe des BVJ-Jahres wegen Fehlverhalten aus der Klasse entlassen. Die restlichen Schüler, nur Jungen, haben keinen, einen oder einen qualifizierten Hauptschulabschluss. Einige haben die Aussicht auf eine Berufsausbildung im Einzelhandel, andere stehen in Bewerbungsverfahren und zwei kaum Aussichten auf eine Lehrausbildung. Auszug aus einem (Auswertungs-) Brief an die BVJ Klasse. Dieses Schreiben diente der Unterrichts-Nachbesprechung des Lehrers mit der Klasse: Die Kritik von Seif an dem Film, dass zu viel geredet wird und zu wenig Aktion passiert sowie Eure „Schulallergie“ nehme ich mir zu Herzen und werde so den ersten Teil des Films „Mut tut gut!“ etwas kürzen. Heute früh habe ich mir also überlegt, die Schülerfirma vom Filmanfang raus zu nehmen und den, auch für mich sterbens-langweiligen Unterricht – trotz aller freundlichen Bemühungen der Lehrerin – auf ein humanes Maß zu kürzen. (Anmerkung: Es gibt auch viele Erwachsene, die sogar studiert und trotzdem eine heftige Schulallergie haben...) Danke auch für das Kompliment: „Was sind denn das für tolle Lehrer?“ über Herrn Huber und Herrn Hörlein. Nicht alle Lehrer sind so, wie es einige von euch erlebt haben. Ich denke, die zukünftigen Einzelhandels-Auszubildende können sich auch auf ihren Weg im Einzelhandel freuen, denn die Berufsschule ist, nach meiner Erfahrung, annähernd optimal. Und wenn es Probleme geben sollte, so habt ihr die Möglichkeit, euch an die Schulsozialarbeit zu wenden. Das Filmgespräch verlief faszinierend, interessiert und beteiligt. Auch Herr Hofer brachte sich, wie gewünscht, mit einigen Erfahrungen ein. Wir waren Alle so gesprächsvertieft, dass wir den Pausengong ignorierten, die schulübliche Pause verschoben und sogar verkürzten: Auszug aus (Auswertungs-) Brief an die BVJ-Klasse Auch möchte ich euch sehr loben, aus euren Film-Reaktionen und Fragen kann ich entnehmen: Ihr habt mehr Feinheiten von :: leuchten in der finsternis bemerkt, als mancher Erwachsener. Das bestätigt mich, in der Machart des Films richtig zu liegen. Dass ihr viel mehr Grips habt, als viele Menschen von euch vermuten – und ihr wahrscheinlich euch selbst zutraut, habt ihr mit euren Antworten, auf die Frage, wie eine gute Lehrer- /Schüler und Schulbeziehung aussehen soll, bewiesen:
(Lehrer: Wir haben teilweise schwierige Schüler, da hilft, es authentisch und direkt zu sein.)
(Lehrer: Die Schüler sollen sich auch motivieren lassen...)
(yola: zuhören! ) Zwei Jungen der BVJ-Klasse sind an wirklich üblen Hauptschulen schikaniert worden und daraufhin emotional ausgerastet; sie haben ihre Lehrerinnen geschlagen. Als Herr Hofer die Klasse für einige Zeit verlassen musste, fragte er, ob er mich mit ihnen allein lassen könne. Was für eine Frage, wir verstanden uns gut und waren wir gerade mitten im Gespräch: Auszug aus (Auswertungs-) Brief an die BVJ-Klasse Zur Verteidigung der Lehrer möchte ich noch sagen, nicht alle Hauptschulen und Lehrer sind so schlecht, wie ihr es erlebt habt, manche, wie die im Film gezeigte Wittelsbacher Hauptschule, sind sogar ausgesprochen gut. Aber das geht oft auf Kosten der Lehrer, wenn sie neben dem Unterricht auch noch „Schulsozialarbeit“ leisten. Und die Lehrer der Grund- und Hauptschulen verdienen sehr, sehr wenig Geld, oft viel weniger, zum Beispiel als ein Einzelhandelskaufmann, der Karriere in einem Betrieb gemacht hat. Auch kommen die Lehrer aus einer anderen gesellschaftlichen Schicht und können mit eurer direkten Art nicht umgehen. Sie sind es gewöhnt, mit Worten zu kämpfen und haben schlichtweg Angst vor euch. Diese Angst und eure Wut schaukeln sich dann hoch und es kommt zu einem Gewaltausbruch, der beiden Beteiligten schadet. Diesen Effekt nennt man dann Eskalation, an manchen Hauptschule herrscht ein regelrechter „Krieg“ zwischen Schülern und Lehrern. Ich persönlich könnte zum Beispiel nicht als Lehrerin arbeiten, weil ich bei dem üblichen Lärm in der Klasse mich nicht mehr konzentrieren kann. (=Berufskrankheit: Bei Filmaufnahmen muss alles leise sein.) Ohrenbetäubenden Schulklassenlärm findet ihr in jeder Schule, auch in Real- und Oberschulen. Im
Gegensatz zu den Mädels, die sich eher ihrem Schicksal ergeben,
wehrt ihr euch. Das finde ich prinzipiell richtig. Aber bitte
mit Grips, eurem Verstand und mit klugen Worten. Das ist viel
wirkungsvoller als Brüllen und Zuschlagen. Auch Schüler haben
Rechte, holt euch Hilfe, wenn die Lehrer euch schlagen oder
stundenlang sinnlose A´s an die Tafel schreiben lassen. Und Hilfsstellen: Schulsozialarbeit, Jugendinformationszentren, Freizeitheime und viele andere. Das sind Hilfsorganisationen, die ihr teilweise schon kennt oder im BVJ vorgestellt bekommt. Also Gewalt ist keine Lösung und ihr habt viel auch mehr Rechte, als ihr glaubt... (Grundgesetz
für die Bundesrepublik Deutschland: Schutz der Menschenwürde
… Gewalt untereinander ist auch blöd und echt uncool, es gibt andere Methoden, Wut, Hass und Aggressionen abzubauen. Nehmt Euch doch bitte auch die Empfehlung der beiden Mädchen Janine und Tanja aus :: leuchten in der finsternis zu Herzen: haltet zusammen und seid cool miteinander, anstatt euch gegenseitig zu attackieren, die Welt der Erwachsenen ist hart genug. Nach der Film-Veranstaltung waren die Klasse und Herr Hofer begeistert: „ Sie
machen den Kids richtig Mut,
kommen sie doch bitte nächstes Schuljahr wieder“.
Neustart . Auswertung Die Zielgruppe von :: leuchten in der finsterns Jugendliche, Erwachsene und MultiplikatorInnen ist relativ klein, weil das Thema Bildung nur so lange interessant ist, wie die Menschen selbst direkt oder indirekt davon betroffen sind, danach geht das Thema Bildung und Ausbildung in der heutigen Medienflut unter. Das öffentlich-rechtliche Fernsehen hat es jahrzehntelang versäumt, die Zielgruppe Kinder und Jugendliche mit anspruchsvollen narrativen Dokumentarfilmen zu versorgen. Wen wundert es also, wenn sich die heutigen Sehgewohnheiten der Kids verändert haben, sie kaum mehr fernsehen und die kurzen Clips von You Tube vorziehen. Mit
Fertigstellung eines DokFilms habe ich so lange daran gearbeitet,
dass ich den Film vorwärts und rückwärts auswendig
erzählen kann.
Ich muss zugeben, dass mit dabei im Lauf die Zeit eine kritische
Distanz verloren geht, denn ich habe dann einfach kein Gefühl mehr
für den Film. Dieser Zustand ändert sich erst wieder mit
einem
zeitlichen Abstand. Deswegen bin ich in der Phase der
Veröffentlichung sehr auf das Feedback der Zuschauer angewiesen.
Aufgrund der Sehgewohnheiten der heutigen You-Tube-Generation, die sich stellenweise von meinem „Kaurismäki-Erzählstil“ nicht richtig angesprochen fühlen, sowie Schulen und Bildungseinrichtungen, die mit starren Unterrichtseinheiten arbeiten müssen, habe ich mich zu Folgendem entschieden: :: leuchten in der finsternis erscheint als Dokfilmreihe, mit einer klaren Trennung der ersten beiden Filme: Mut tut gut! & Was bewegen! das Kapitel Schülerfirma kommt raus ins Bonusmaterial die Unterrichtseinheit Wirtschaftsschule wird publikumsgerechter, schneller montiert sowie
ein Abspann erstellt, mit Information über den weiteren Lebensweg
von Janine, Tanja und Tabaski. Wenn ich das dann alles geschafft habe, wird es eine neue Premierenveranstaltung geben und spätestens dann sehen wir uns (hoffentlich) wieder. Bis dahin alles Gute. yola |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
| :: leuchten | ::
Mut...Gut! |
:: bewegen... |
:: Danke | :: Presse | :: Progress | :: way
off... |
:: effect |
::
initiative 21 |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
| mediaedition | Bittere Tränen | SchattenRISSE | Dikkat! | Fremde Augen |
Coming Out | :: Stationen | :: Kontakt | Filmbestellung |